Licht-Test 2017

Foto: ProMotor / Text Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe e. V.

 

 

Lichttest 2017 – sicher ist sicher!

 

Defekte Birnchen, falsch eingestellte Scheinwerfer, kaputte Blinklichter - wenn man im Auto sitzt lässt sich oft nur schwer beurteilen, wie andere einen von aussen sehen. Zu wenig Licht in die Ferne wird schnell zur Gewohnheit, dabei hätte ein Wildschaden vielleicht durch einen frühzeitigen Lichttest verhindert werden können.

Die dunkle Jahreszeit birgt viele Risiken und erhöht die Unfallwahrscheinlichkeit auf fast das Doppelte, so Karl  Boßler, Obermeister der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Nürtingen-Kirchheim unter Teck. Unglaublich wie leichtfertig viele Autofahrer dies ignorieren und im Blindflug durch den Winter rauschen. Auto-Licht, da sind sich die Unfallforscher einig, gehört zur wichtigsten Sicherheitsausstattung eines Fahrzeugs.

 

 

Neues Licht, neue Prüftechnik

 

Das setzt viel Wissen, Zeit und Investitionen auch bei den Kfz-Profis voraus, die sich nicht nur während der Licht-Test-Wochen mit den neuen Anforderungen auseinandersetzen müssen. „Das Testen der Lichteinstellung funktioniert mit den konventionellen Scheinwerfer-Prüfgeräten meist immer. Wenn es aber um das Fehlerauslesen und Justieren moderner Frontsysteme geht, werden digitale Diagnosetester notwendig, um die Steuergeräte in den Einstellmodus zu bringen“, erklärt Andreas Zühlke, Leiter Technisches Training an der Akademie Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (TAK). Diesen Aufwand kann die Werkstatt nicht kostenlos leisten.

Erst in den Kinderschuhen steckt dagegen die Prüftechnik für Laserlicht. Ein Problem hier: Weil die Hightech-Fernlichter erst ab Tempo 60 strahlen, muss sich der Prüfmodus ändern. Zühlke schätzt, dass es nicht lange dauern wird, bis die ersten Multi-Marken-Diagnosegeräte für den Licht-Test in jeder Werkstatt auf dem Markt sein werden. Irgendwann, so der TAK-Referent, wird das elektronische Einstellverfahren das konventionelle Justieren der Scheinwerfer ersetzen.