Wärme frei Haus

Alle Jahre wieder kratzen sich Autofahrer im Winter die Sicht frei, schlottern und bibbern die ersten Kilometer des Wegs. Ja, es gibt sie noch, die frierenden Tagträumer. Dabei könnte alles ganz leicht und wohlig warm sein – mit einer Standheizung.

Viele Neuwagenkäufer bestellen den kleinen Ofen gleich mit. Sie können aber problemlos nachgerüstet werden.

 

Technik, die spart, schont und begeistert

Vorbei sind die Zeiten, in denen Standheizungen viel Kraftstoff schluckten und viel Zeit zum Warmmachen brauchten. Die kleinen Wasserdurchlauferhitzer powern mit mindestens vier Kilowatt Heizleistung und verbrauchen zirka 0,3 Liter Benzin in 30 Minuten.

Aber auch das fällt kaum ins Gewicht, weil der verbrauchsintensive Kaltstart entfällt und die Batterie entlastet wird. Das schont Umwelt und Geldbeutel.

Die neueste Generation bläst schon nach zwölf Minuten wohlige Wärme ins Auto, wahlweise zuerst an die Scheiben und in den Innen-, später auch in den Motorraum.

 

Schnell mal zur Kita oder in den Supermarkt – das Wintervergnügen im warmen, eisfreien Auto genießen jetzt auch Kurzstreckenfahrer. Der Autofahrer von heute nutzt zur Bedienung kostenlose Apps für das Smartphone sowie Zeitschaltuhr, Funkfernbedienung, Anruf oder SMS.

 

Techniken, die für alle Antriebe passen

 

Was für Benziner möglich ist, bieten die Hersteller ebenso den Besitzern von Diesel-, Elektro- und Hybridfahrzeugen. Technisch am einfachsten und deshalb günstig nachrüstbar sind moderne Diesel-Direkteinspritzer, die die halbe Standheizung in Form eines Zuheizers bereits an Bord haben. Mit wenigen Handgriffen ist das Aufrüstkit eingebaut.

 

Hybrid- und Elektromobilen hauchen neben Bioetahnol-Brennstoffheizungen vorwiegend Hochvoltheizer Wärme ein, weil die Fahrzeuge selbst nicht genug Abwärme für die Beheizung des Innenraums entwickeln.

Die PTC-Keramiken (Positive Temperature Coeffizient) mit integrierter Elektronik heizen sich dank der Materialeigenschaften bis zu einer bestimmten Temperatur auf, die sich dann auf ein gleichmäßiges Niveau einpegelt. Die Stromzufuhr wird automatisch reduziert. Diese Technik wird von Jahr zu Jahr ausgefeilter.

 

Die Kosten für die Nachrüstung von Standheizungen sind abhängig von Modell, Bedienelement und Einbauzeit. Es lohnt auch immer, die Aktionen der Hersteller zu checken.

Standheizungen sind wartungsfrei, sollten aber zu Beginn der Heizperiode in der Werkstatt geprüft werden. Sprechen Sie mit dem Serviceberater Ihres Kfz-Meisterbetriebs.